Hüftendoprothetik
Hüftendoprothetik
Hüftendoprothetik
Hüftendoprothetik
Hüftendoprothetik
Warum minimalinvasiv in der Hüftendoprothetik?
Wenn ein künstliches Hüftgelenk notwendig wird, ist es mein Ziel, den Eingriff für die Patientinnen und Patienten so schonend wie möglich zu gestalten. Deshalb setze ich auf die minimalinvasive anterolaterale ALMIS-Methode.
Der wesentliche Vorteil dieser Technik liegt darin, dass die Muskeln bei der Operation nicht durchtrennt, sondern lediglich vorsichtig zur Seite geschoben werden. Das Gewebe wird dadurch weniger verletzt, was zu geringeren Schmerzen, einer schnelleren Erholung und einer stabilen Hüfte führt. Viele meiner Patientinnen und Patienten können bereits am Tag der Operation oder am nächsten Morgen die ersten Schritte machen – ein wichtiger Faktor, um wieder Vertrauen in das neue Gelenk zu gewinnen.
Oft stellt sich die Frage, warum ich nicht den ebenfalls minimalinvasiven vorderen Zugang (AMIS) bevorzuge. Dieser Zugang kann in erfahrenen Händen gute Ergebnisse bringen, ist jedoch mit bestimmten Nachteilen verbunden. Insbesondere verläuft an der Vorderseite ein Hautnerv, der leicht verletzt werden kann und häufig zu anhaltenden Taubheitsgefühlen am Oberschenkel führt. Zudem ist die Operation technisch anspruchsvoll, gerade wenn der Oberschenkelknochen schwieriger zugänglich ist.
Auch den hinteren (dorsalen) Zugang über die Gesäßmuskulatur verwende ich nicht. Zwar bietet er eine gute Übersicht, doch dabei werden Strukturen durchtrennt, die für die Stabilität des Gelenks wichtig sind. Das kann insbesondere in der Frühphase nach der Operation ein erhöhtes Risiko für Luxationen (Ausrenkungen) bedeuten.
Mit der ALMIS-Methode wähle ich bewusst den Weg, der für meine Patientinnen und Patienten die Vorteile der Minimalinvasivität mit der Sicherheit einer stabilen Hüfte verbindet. Für Sie bedeutet das: eine Operation mit möglichst geringer Belastung, eine rasche Mobilisation und ein stabiles Gelenk, das Sie im Alltag verlässlich unterstützt.
FAQ
Wenn die Hüfte durch Arthrose oder andere Schäden so stark schmerzt, dass Gehen, Sitzen oder Schlafen schwerfallen und konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder Medikamente nicht mehr helfen, ist ein Gelenkersatz eine gute Lösung. Ziel ist es, Ihnen wieder Schmerzfreiheit und Beweglichkeit zurückzugeben.
Minimalinvasiv heißt, dass ich bei der Operation möglichst wenig Gewebe verletze. Mit der ALMIS-Methode – das steht für „Anterolateral Minimal Invasive Surgery“ – gehe ich über einen Zugang von vorne-seitlich an die Hüfte. Dabei werden die Muskeln nicht durchtrennt, sondern sanft zur Seite geschoben. So bleibt die Muskulatur weitgehend intakt, und Sie profitieren von weniger Schmerzen, schnellerer Rehabilitation und einer sehr stabilen Hüfte.
Durch die Schonung der Muskulatur können die meisten Patienten bereits am Tag der Operation oder spätestens am nächsten Tag wieder aufstehen und erste Schritte gehen. Schmerzen und Blutverlust sind in der Regel geringer als bei herkömmlichen Zugängen. Das Risiko einer Ausrenkung der Hüfte (Luxation) ist durch die stabile Weichteilführung deutlich reduziert. Außerdem lassen sich mit dieser Methode moderne, knochensparende Kurzschaftprothesen einsetzen, die besonders für jüngere und aktive Menschen von Vorteil sind.
Der stationäre Aufenthalt beträgt nach einer Hüftprothese in der Regel etwa fünf Tage. Während dieser Zeit üben wir mit Ihnen das Gehen, Treppensteigen und den sicheren Umgang mit Hilfsmitteln. Schon sehr früh werden Sie merken, dass Sie wieder deutlich beweglicher sind.
Nach einer Hüftoperation erhalten Sie konsequent eine medikamentöse Thromboseprophylaxe. Auf Kompressionsstrümpfe verzichten wir. Entscheidend ist, dass Sie sich rasch wieder bewegen – darum beginnen wir mit der Mobilisation bereits am Operationstag, wenn es Ihr Zustand zulässt.
Eine Infektion nach einer Hüftoperation ist eine sehr seltene Komplikation, die wir mit konsequenten Hygienemaßnahmen bestmöglich vermeiden. Unsere Klinik weist hier seit vielen Jahren eine sehr niedrige Infektionsrate auf.
Ein wichtiger Baustein ist die Vorbereitung zu Hause: Alle Patientinnen und Patienten erhalten von uns ein spezielles antiseptisches Duschgel. Dieses soll bereits an den Tagen vor der Operation und auch am OP-Tag selbst angewendet werden. Auf diese Weise wird die Hautkeimzahl deutlich reduziert und das Risiko einer Infektion minimiert. Direkt nach dem Eingriff setzen wir moderne, transparente Wundverbände ein. Sie ermöglichen eine sichere Abdeckung der Wunde bei gleichzeitiger Sichtkontrolle, sodass unnötige Verbandwechsel vermieden werden können. Das unterstützt eine ruhige Heilung, reduziert das Infektionsrisiko und gibt den Patientinnen und Patienten zusätzliche Sicherheit.
Gemeinsam mit höchsten Hygienestandards im OP und einer engmaschigen Nachbetreuung sorgt dies dafür, dass Infektionen zu den absoluten Ausnahmen gehören – und Sie Ihrer Operation mit einem guten Gefühl entgegensehen können.
Nach der Entlassung folgt eine Anschlussheilbehandlung, die wir gemeinsam mit Ihnen organisieren. Nach sechs Wochen sehen wir uns zur ersten Nachuntersuchung persönlich wieder. Dabei prüfe ich die Wundheilung, die Gelenkfunktion und die Röntgenbilder. Je nach Verlauf vereinbaren wir weitere Kontrolltermine, um die langfristige Qualität und Haltbarkeit Ihrer Hüftprothese sicherzustellen.
„Wenn ein künstliches Hüftgelenk notwendig wird, ist es mein Ziel, den Eingriff für die Patientinnen und Patienten so schonend wie möglich zu gestalten.“
Dr. med. Andreas Bell